Leben und studieren in Indonesien

Der Urlaub hat begonnen


Hallo liebe Gemeinde…
Endlich war es nun soweit und der gemeinsame Urlaub von Susan und mir hat begonnen. Die erste Station war wie angekündigt Kuala Lumpur, um mein Visum zu verlängern. Dank einer Empfehlung haben wir schnell ein günstiges und sauberes Hostel im Zentrum von Chinatown gefunden.Es ist schon immer wieder faszinierend wie sich die Menschen in diesem Chaos wohlfühlen können. Lauter Straßenverkäufer die allerhand Uhren, Taschen, T-Shirts und Schuhe lautstark anbieten. Natürlich immer nur die beste Qualität zum günstigsten Preis – „special Price Mister“.

Den ersten Abend sind wir gemütlich durch die „Jalan Petaling Street“ geschlendert und haben uns schon einmal ein Bild machen können, wofür im Rucksack noch Platz geschaffen werden muss. Bei Nudeln und Ente konnte Susan ihre Fähigkeiten im Umgang mit Essstäbchen unter Beweis stellen. Der Kampf mit den Nudeln wurde letztendlich auch gewonnen und mit vollem Magen konnten wir uns auf die bevorstehende Reise freuen. Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Bürokratie. Die erste Hürde, das Finden der indonesischen Botschaft, wurde mit Bravour gemeistert. Es hieß erneut „Passierschein A38″ ausfüllen und abgeben. Nach 5 Stunden warten, konnten wir unsere Unterlagen erfolgreich den Beamten übergeben. Leider haben sie uns schon an diesem Tag gesagt, dass es wohl eher schlecht aussieht mit einem Visum für 60 Tage, aber dass sie alles versuchen wollen, was in ihrer Macht steht. Somit sind wir hoffnungsvoll am nächsten Tag wieder zur Botschaft gegangen. Ein paar andere Backpacker konnten uns allerdings nicht sehr viel Mut machen, “ We didn´t get the Visa“ lautete der Zuruf, naja erstmal abwarten. Als wir dann nach kurzer Wartezeit an der Reihe waren, bestätigte sich unsere Befürchtung. Ich habe kein Visum für 60 Tage bekommen. Auch egal, dann muss halt das „Visa on arrival“ in Bali verlängert werden und die unendliche Geschichte geht weiter :D. Doch mit dem Lebensmotto meines ehemaligen Mitbewohners Josh – „Let it flow man, don´t worry “ – wird das, das letzte Kapitel sein. Für die restliche Zeit hieß es dann: Kuala Lumpur entdecken.

Im Vergleich zu Jakarta ist Kuala Lumpur wirklich ein Paradies. Es gibt ein funktionierendes öffentliches Verkehrsnetz, bestehend aus „MonoRail“, „Train“ und Bussen. Dies erleichtert es ungemein sich die Stadt anzuschauen. Ein Highlight sind die „Petronas Towers“ in Kuala Lumpur. Am Fuße der Türme befindet sich ein wirklich schöner Park mit der ein oder anderen Abkühlungsmöglichkeit. Den haben wir allerdings erst ein wenig später entdeckt, da es Unstimmigkeiten gab, was die Richtung anging. Susan wollte um den Park herum und ich durch den Park. Da eine demokratische Abstimmung bei 2 Leuten nicht viel Sinn macht, kam das altbewährte und bis zur Perfektion getriebene „Schere, Stein, Papier“ – jedoch ohne „Brunnen“ – zum Einsatz, welches ich leider verloren hatte. Am zweiten Tag haben wir uns dann für den Weg durch den Park entschlossen und so kamen wir noch in den Genuss eines kleinen Schwimmbeckens für Kinder, wo wir ein wenig im Wasser laufen konnten.

Eine weitere Attraktion sind die „Batu Caves“. Dort konnten wir einen ersten Einblick in die hinduistische Kultur gewinnen. Die 272 Stufen wurden auch in einem, den Temperaturen angepassten Tempo erklommen. Begrüßt wurden wir von vielen kleinen Affen. Nach einem Rundgang haben wir uns dann wieder auf den Weg ins Hostel gemacht. Am nächsten Tag sollte es früh losgehen. Der Flug nach Medan stand auf dem Programm. Der Flug verlief ruhig und wir sind nach nur 40 Min. gut gelandet. Das Visum wurde ohne Probleme ausgestellt und wir konnten uns auf den Weg zum Busbahnhof machen. Geplant war die Weiterfahrt nach Bukit Lawang, von wo aus es in den Dschungel gehen sollte. Als wir im Ancot – ein Minibus welcher in Indonesien als öffentliches Verkehrsmittel verwendet wird – saßen und durch Medan fuhren, wurde uns schnell klar, dass es gerade kurz vor unserer Ankunft geregnet haben musste. Einige Straßen waren teilweise bis ganz überflutet und es ging nur im Schritttempo voran. Am Busbahnhof wurde dieser Eindruck noch bestätigt als uns gesagt wurde, dass keine Busse nach „Bukit Lawang“ fahren, da die Brücke überschwemmt sei. Nach langem hin und her und Abwägen aller Möglichkeiten haben wir uns dann entschieden, in Medan zu bleiben und auf den nächsten Tag zu hoffen. Also Rucksäcke auf das „becak queue“ – geschnallt und in Richtung Hostel. Die Empfehlung des Lonely Planets – unser Reiseführer – hat sich als Glückstreffer enpuppt. Ein wirklich schönes Hostel. Hier haben wir auch gleich eine Tour für den kommenden Tag gebucht. Somit kommen wir nun doch nach Bukit Lawang und unserer Dschungeltour steht nix mehr im Wege. Jetzt sitzen wir beide im Café vor dem Hostel, genießen die Urlaubszeit und sind gespannt, was uns auf der Tour wohl alles erwarten wird…

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